
1874 - Gewinne und Gefahren: Pulvermühlenindustrie in Oberberg
In den Pulvermühlen (Schießpulverfabriken) im Oberbergischen Kreis wurden Salpeter, Schwefel und Holzkohle für die Herstellung von Schwarzpulver zerkleinert gemischt werden.
Durch die vielen kleinen Wasserläufe kam es in der Region zu einer Verdichtung an Produktionsstätten - mit guten Gewinnen für die Betreiber.
Sehr häufig explodierten allerdings diese Mühlen. Die Ursache dafür konnte schon ein einzelner Funke sein, der z.B. beim Einschlagen eines Nagels entstand, oder eine elektrostatische Aufladung der Luft.
Schwarzpulvermuseum
Das Gebäude, vor dem Sie stehen, ist die Villa Ohl. Es handelt sich um ehemalige Fabrikantenvilla, in der sich u.a. das Schwarzpulvermuseum befindet.
Im etwa 200 Jahre alten Haus lebten Familienangehörige der Pulverfabrikanten Cramer und Buchholz. Sie bestimmten das regionale Wirtschaftsgeschehen so stark, dass man die Region „Königreich Buchholz“ nannte. Wegen eines Besuches von Kaiser Wilhelm II. wurde es zeitweise auch die „Kaiservilla“ nannte.
Heute betreibt der Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth e.V. in den Räumen der 1. Etage ein Museum zur Geschichte der Schwarzpulvermühlen im Tal der Wipper und ihrer Seitenbäche - - inklusive Beleuchtung von Handel und Transport.
infoWas kann ich hier machen?
Halten Sie Ihre Kamera auf die Eingangstür der Villa Ohl.
Erleben Sie hierdurch einen Zeitprung ins Jahr 1874 - eine Zeit, in der die Pulvermühlen rund um Wipperfürth in Vollproduktion laufen. Die deutsche Regierung braucht Schwarzpulver.
Erleben Sie eine spannungsgeladene Szene, die sich so ähnlich ereignet haben könnte.